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Digitaler Wandel

Digitale Transformation

Digitale Transformation 

Bei der digitalen Transformation handelt es sich um einen Prozess der Veränderung in Unternehmen. Einer vielbeachteten McKinsey-Studie nach geht nur jede zehnte Führungskraft davon aus, dass das eigene Geschäftsmodell die Digitalisierung überdauert. Folglich ist es für Konzerne und deren Verantwortliche von elementarer Bedeutung, ein digital Business zu implementieren und sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.

Welche Dimensionen hat die digitale Transformation?

Die erheblichen Veränderungen im alltäglichen Leben und Auswirkungen auf die Wirtschaft resultieren aus dem Gebrauch der digitalen Technologien. Für ein vereinfachtes Verständnis lässt sich die digitale Transformation in drei Dimensionen kategorisieren: die Leistungserstellung, das Leistungsangebot und die Kundeninteraktion.

Leistungserstellungsmodell (LEM)

 

Die erste Dimension der digitalen Transformation ist das sogenannte Leistungserstellungsmodell, das auch als Value Creation Model bezeichnet wird. Dieses stellt auf den Einfluss der Technologie auf die Erstellung der Leistungen eines Unternehmens ab: Produkte und/oder Dienstleistungen. Der Einsatz von digitalen Technologien kann im Betrieb die Produktivität signifikant steigern. Dies ist primär eine organisatorische Herausforderung, um effizient und effektiv ein digital Business zu nutzen. Die Etablierung innovativer Digitalprozesse erfordert eine strategische Berücksichtigung von Kosten, Zeit und Qualität, damit die neuen Technologien keine unüberwindbaren Herausforderungen verursachen. Im Mittelpunkt der Strategie steht somit der Einsatz innovativer Technologien gepaart mit einer Modifikation der Leistungen des Unternehmens sowie Anpassung der strukturellen Gegebenheiten. Bei großen Konzernen ist diese Problematik besonders ausgeprägt, da die Organisation selten funktional und effektiv erfolgt.

Leistungsangebotsmodell (LAM)

Bei der zweiten Dimension der digitalen Transformation handelt es sich um das Leistungsangebotsmodell, das unter dem Namen Value Proposition Model bekannt ist. Dies beschreibt den Einfluss des digitalen Wandels auf die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. Durch den Einsatz der innovativen Technologien können die Verantwortlichen Produkte und Dienstleistungen optimieren sowie das Produktangebot erweitern. Für die Betriebe ergeben sich im digitalen Umbruch weitreichende Möglichkeiten, um die erzielbaren Erlöse zu erhöhen. In der Praxis existieren Limitationen, wenn die Unternehmen die erste Dimension noch nicht ausreichend transformiert haben, während neue Marktteilnehmer flexibel die Vorteile digitaler Technologien nutzen können.

Kundeninteraktionsmodell (KIM)

Das Kundeninteraktionsmodell, das als Customer Interaction Model bezeichnet wird, beschreibt den Einfluss des digitalen Wandels auf die Art und Weise, mit bestehenden und potenziellen Kunden des Unternehmens zu interagieren. Wichtige Merkmale dieses Wandels sind die neuartige Gestaltung der Beziehung zu den Kunden sowie die Nutzung automatisierter Kommunikationsmodelle. Der Umstieg auf digitale Kommunikationskanäle ist für viele Unternehmen eine bedeutsame Herausforderung, da die bestehenden Kommunikationskanäle immer noch hohe Kosten veranschlagen. Automatisierung, Künstliche Intelligenz und innovative Software können an dieser Stelle helfen, die Kundeninteraktion zu transformieren.

Für ein vereinfachtes Verständnis lässt sich die digitale Transformation in drei Dimensionen kategorisieren: die Leistungserstellung, das Leistungsangebot und die Kundeninteraktion.

Was ist der Unterschied zwischen Digitalisierung und digitaler Transformation?

Oftmals werden die Begriffe Digitalisierung und digitale Transformation synonym verwendet. Dabei gibt es grundlegende Unterschiede zwischen diesen Begriffen. Die Digitalisierung beschreibt den Prozess, bei welchem digitale Technologien zum Einsatz kommen, während die digitale Transformation die Umwandlung aller vorhanden Organisationsprozesse in digitale Geschäftsmodelle meint.

Die Digitalisierung ist lediglich ein Eckpfeiler der digitalen Transformation. Demnach erfolgt bspw. die Implementierung einer Software in einen vorhandenen Prozess, um die Effizienz des Selbigen zu erhöhen. Anstelle der klassischen Buchhaltung übernimmt eine Softwarelösung mit Schnittstellen die schnelle Datenerfassung und -verwaltung.

Die digitale Transformation beschreibt die Adaption neuer Geschäftsideen, um Produkte sowie Dienstleistungen innovativ zu vermarkten und die Abhängigkeit vom analogen Geschäftsmodell zu verringern. Typisch für digitale Veränderungen in einer Organisation sind vier Charakteristika. Die Wandlung sollte unausweichlich, unumkehrbar, schnell und unsicher sein.

Diese ist dann unausweichlich, wenn gesellschaftliche Trends eine derartige Umwandlung und Reaktion erfordern. Darüber hinaus ist diese unumkehrbar, wenn der Komfort deutlich steigt oder die Kosten sinken, sodass Nutzer schlichtweg nicht mehr auf den digitalen Benefit verzichten wollen. Die schnelle Umsetzung und die fehlende Vorhersage, ob die Technologie erfolgreich ist, prägen die digitale Transformation weiterhin, die sich somit eindeutig von digitaler Technologie abgrenzen lässt.

Für welche Branchen ist Digitalisierung relevant?

Die Digitalisierung betrifft alle Branchen und Industriezweige. Die Branchenstrukturen verändern sich zunehmend. Dennoch lässt sich konstatieren, dass die Branchen in einem unterschiedlichen Ausmaß betroffen sind. Digitale Technologien bedingen eine ganzheitliche Wandlung, die kaum einen Lebensbereich außen vor lässt. Infolgedessen gibt es beispielsweise in der Unterhaltungsindustrie, dem produzierenden Gewerbe und dem Handwerk gleichermaßen Bereiche, in denen der digitale Wandel unausweichlich ist, um sich von der Konkurrenz entscheidend abzusetzen. Viele Verantwortliche aus mittelständischen Betrieben machen den Fehler, den digitalen Umbruch als irrelevant für die eigene Branche abzustempeln.

Lediglich ein Viertel der Befragten in kleinen und mittleren Unternehmen gab in den Jahren 2015 - 2017 an, dass diese neue Marketing- oder Vertriebskonzepte einführen bzw. Produkte und Dienstleistungen digitalisieren wollten (zur Studie). Insbesondere Letztgenanntes ist das Paradebeispiel für eine digitale Transformation, bei der eine Adaption der bestehenden Produkte unter Berücksichtigung digitaler Möglichkeiten erfolgt.

Was sind Ursachen für die digitale Transformation?

Die Ursachen für den digitalen Umbruch beruhen auf die zunehmende Verbreitung digitaler Technologien, der ständigen Weiterentwicklung der Technik und innovativer Produkte sowie Dienstleitungen. Ein Beschleuniger des digitalen Wandels ist die kontinuierliche Steigerung von Rechenleistung bei gleichzeitig immer kleiner werdenden IT-Komponenten, die Transport und Einbau vereinfachen. Zudem wird die IT-Technik vermehrt in den alltäglichen Bereich integriert. Sensoren und Aktoren kommen flächendeckend zum Einsatz, während die Kommunikation via digitaler Technologien zunehmend in Echtzeit funktioniert. Große Datenmengen lassen sich innerhalb kürzester Zeit übermitteln und verarbeiten. Zudem sind das maschinelle Lernen, die künstliche Intelligenz und Automatisierung weitere Ursachenkomplexe, die den digitalen Wechsel begünstigen. Mittels innovativer Techniken lässt sich die Realität für die Menschen simulieren oder elektronisch sinnvoll ergänzen. Dabei handelt es sich um die Technologien zur Virtual und Augmented Reality.
 

Große Datenmengen lassen sich innerhalb kürzester Zeit übermitteln und verarbeiten. Zudem sind das maschinelle Lernen, die künstliche Intelligenz und Automatisierung weitere Ursachenkomplexe, die den digitalen Wechsel begünstigen.

Wie wirkt die digitale Transformation?

Fernab von den zuvor aufgezählten drei Dimensionen der digitalen Transformationen wirkt der umfassende Wandel in allen Bereichen des menschlichen Lebens. Mögliche Gesellschaftsbereiche sind der Bildungssektor, die Politik, die Medizin oder das soziale Leben. Erst die Corona-Krise im Jahr 2020 konnte die Notwendigkeit digitaler Technologien bzw. deren vermehrte Nutzung verdeutlichen. Die Notwendigkeit einer Transformation konnte die aktuelle Krise vielen mittelständischen Betrieben vor Augen führen, die lange Zeit aufgeschobene Digitalisierungsmaßnahmen umsetzten, um das eigene Geschäftsmodell digital zu transformieren. Nichtsdestotrotz handelt es sich nicht bei jeder Nutzung digitaler Technologien um eine digitale Transformation. Vielmehr besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Akteure den Einsatz der digitalen Technologien dann zurückfahren, wenn wieder Normalität im Alltag eintritt. Bei geplanten oder umgesetzten Veränderungen mitsamt digitaler Technologie lohnt sich meist ein genauer Blick, ob diese transformativen Charakter haben oder es sich lediglich um eine zunehmende Nutzung digitaler Werkzeuge handelt. Wer beispielsweise die E-Mail statt persönlicher Gespräche nutzt, treibt noch keine digitale Transformation voran.

Was sind die Hürden der digitalen Transformation?

Den Erfolgsfaktoren eines digitalen Wandels stehen jedoch einige Hürden gegenüber. Das Vorliegen einer Hürde muss nicht das Scheitern der digitalen Transformation bedeuten. Allerdings sollten Führungskräfte vorzugsweise darauf achten, die Stolperfallen zu verringern, um die Erfolgsaussichten der Veränderung zu erhöhen.

Digitalisierung statt Transformation

Ein häufiger Fehler ist der reine Fokus auf die Digitalisierung. Wie Sie bereits kennen gelernt haben, gibt es erhebliche Unterschiede zwischen der Digitalisierung auf der einen Seite und der digitalen Transformation auf der anderen Seite. Wenn sich eine Organisation lediglich auf die Digitalisierung beschränkt und Innovationen sowie Agilität nicht berücksichtigt, ist das Scheitern wahrscheinlich. Führungskräfte sollten von Beginn an den Anspruch haben, die organisatorischen Strukturen und das Geschäftsmodell drastisch zu verändern, um die rasanten Veränderungen der Moderne proaktiv zu begleiten. Da genügt es nicht, auf digitale Technologien wie Big Data, Automatisierung, Künstliche Intelligenz oder die E-Mail zu bauen - die Verantwortlichen müssen mindestens einen Schritt weiter gehen.

Big-Data-Probleme vermeiden

Big Data bietet im Zuge der digitalen Transformation eines Unternehmens große Chancen und Risiken. Wer die Veränderungen erfolgreich abschließen möchte, sollte Big-Data-Probleme im Voraus vermeiden. Die Gewinnung von massenweise Kundendaten durch Technologie kann die Analyse der Ist-Situation vereinfachen und auf dessen Basis helfen, Handlungsempfehlungen abzuleiten. Allerdings gehen mit der Nutzung einige Probleme einher, denen die Führungskräfte präventiv begegnen sollten. Bei der Generierung von Daten existieren Schwachstellen, die die Echtheit und Authentizität der Informationen infrage stellen. Es bedarf sicherer Konzepte, um valide Daten zu gewinnen, zu speichern und zu verarbeiten. Der dauerhafte Schutz der Daten und die erforderliche Speichergröße können ebenfalls die Umsetzung digitaler Veränderungsprozesse erschweren. Sicherheitsaudits und Mitarbeiterschulungen erhöhen das Bewusstsein für Problemstellungen und die Sensibilität für vertrauliche Daten. Big-Data-Probleme können den Erfolg einer digitalen Transformation verhindern - demgegenüber kann die gezielte Nutzung der Daten die Erfolgswahrscheinlichkeit sogar erhöhen. Künstliche Intelligenz ist beispielsweise in der Lage, die Daten zu filtern und eigenständig zu verarbeiten - an diesem Beispiel sehen Führungskräfte, dass das Anstoßen eines digitalen Wandels viele weitere Chancen bietet und Technologie den Unternehmensalltag verändern wird.

Keine Vision haben

Ohne eine langfristige Vision funktioniert kein digital Business. Führungskräfte sollten sich vor dem Start des digitalen Wandels in der Organisation die Frage stellen, wo sich diese heute befindet und wo diese in Zukunft stehen soll. Das Fehlen einer Vision sorgt für Ziellosigkeit und verursacht zahlreiche Probleme. Die Unternehmensvision ist übergeordnet und kann als eine Art Leitfaden der digitalen Transformation fungieren. Die Beteiligten sehen den roten Faden und wissen fortan genau, welche Manöver erforderlich sind, um die Organisation zum Zukunftszustand zu transferieren. Neben der Unternehmensvision bedarf es einer Digitalstrategie, die darauf abzielt, die digitalen Technologien und deren Mehrwert für das Geschäftsmodell zu identifizieren und nutzbar zu machen.

Verantwortlichkeiten nicht klar regeln

Klare Zuständigkeiten erhöhen Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen. Wenn das Top Management operativ für den Aufbruch in das neue, digitale Zeitalter verantwortlich ist, suggeriert dies die Bedeutung der Herausforderung. Alle Mitarbeiter aus unterschiedlichen Hierarchieebenen nehmen sich der Herausforderung Digitalisierung an und implementieren erfolgreich innovative Technologien.

Traditionelles Projektmanagement nutzen

Das traditionelle Projektmanagement gerät bei digitalen Veränderungen in einer Organisation an seine Grenzen. Viele Führungskräfte machen jedoch den Fehler, die verankerten Projektmethoden zu nutzen, um Innovationen in das Unternehmen zu implementieren. Neue Produkte und Dienstleistungen erfordern jedoch ebenfalls neue Projektmethoden. Mit den traditionellen Projektmanagement-Tools geht eine geringere Flexibilität und Möglichkeit zur Steuerung einher. Vergleichsweise oft kann dies das Scheitern der Veränderungsprozesse bedingen. In den meisten Fällen werden digitale Erneuerungen im Unternehmen nicht reibungslos funktionieren - im traditionellen Projektmanagement ist es aufgrund starrer Funktionsweisen und Strukturen nicht möglich, mittels einer E-Mail den gesamten Ablauf zu modifizieren. Ein modernes und agiles Projektmanagement ist das Mittel der Wahl, wenn es um die erfolgreiche Adaption digitaler Geschäftsmodelle geht.

Fehlende Kommunikation

Wer? Was? Wieso? Weshalb? Warum? Mindestens diese fünf Fragen sollten Führungskräfte den Mitarbeitern beantworten und auch ungefragt kommunizieren. Wenn die Mitarbeiter erkennen, warum digitale Veränderungen wichtig sind und dass der Status quo die Zukunftsfähigkeit gefährdet, ist Unterstützung garantiert. Folglich gehört zur digitalen Transformation immer auch eine Kommunikationsstrategie, die die Unterstützung aller betroffenen Mitarbeitern sichert. Wenn eine Organisation an einem Strang zieht, lassen sich Herausforderungen leichter bewältigen und digitale Geschäftsmodelle etablieren.

Fehlende Ressourcen

Zu den Erfolgsfaktoren gehört das Vorhandensein der erforderlichen Ressourcen. Sofern es den Organisationen an Ressourcen für eine digitale Erneuerung mangelt, fällt die Umstellung schwer. Führungskräfte sehen die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften als eine Herausforderung für die nächsten Jahre. Schließlich bedarf es für die Umsetzung digitaler Veränderungsprozesse nicht nur die finanziellen Ressourcen, sondern auch das notwendige Humankapital. Führungskräfte sollten bereits im Voraus eruieren, welche Ressourcen erforderlich sind, damit Digitalisierung, Agilität und Innovationen in naher Zukunft für unternehmerischen Erfolg sorgen können.

Managementmodelle für die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle

Die digitale Transformation beschreibt den Wechsel eines Geschäftsmodells. Von einem analogen Geschäftsmodell werden Organisationen in digitale Geschäftsmodelle transferiert. Die Fallhöhe ist immens - dies gilt jedoch sowohl für den Fall, wenn Sie die Veränderungsprozesse nicht proaktiv fördern, als auch für die sukzessive digitale Transformation Ihrer Organisation. Mit einem der fünf folgenden Managementmodelle legen Führungskräfte den Grundstein für erfolgreiche Veränderung.

Digitaler Zenturio

Der digitale Zenturio beschreibt eine charismatische Führung, die die Organisation durch die tiefgreifenden Veränderungen führt. Dieses Managementmodell geht von der Prämisse aus, dass die digitale Transformation des Unternehmens unabdingbar ist und alle Organisationsbereiche betrifft. Der digitale Zenturio steht im Mittelpunkt der Veränderungsprozesse und treibt diese mit seinem Team voran. Für die digitale Erneuerung der Geschäftsmodelle und Prozesse braucht es geeignetes Personal. Sofern innerhalb des Managements keine charismatische Führungskraft mit digitalen Kompetenzen zur Verfügung steht, lohnt sich die externe Personalsuche. Beim Managementmodell Digitaler Zenturio besteht aufgrund des umfassenden Ansatzes die Gefahr, dass die Organisation zu früh in neue Gefilde aufbricht.

Digital Department

Das Managementmodell Digital Departments beschreibt eine Digitaleinheit, die das Angebot des Unternehmens digitalisiert, um disruptive Veränderungen zu verhindern. Das kompetente und erfahrene Team stellt alle Prozesse auf dem Prüfstand und eruiert Verbesserungspotential im Hinblick auf digitale Weiterentwicklungen des eigenen Angebots und Geschäftsmodells. Oftmals ist es ratsam, autarke und unabhängige Digitaleinheiten zu schaffen, die ohne Abhängigkeiten und Einfluss des Unternehmens digitale Geschäftsmodelle testen, entwickeln und adaptieren. Die losgelöste Unternehmenseinheit macht sich auf dem Weg in das digitale Zeitalter und wird bei Gelingen das ganze Unternehmen mitnehmen.

Digital Kokon

Beim Digital Kokon handelt es sich um ein Managementmodell, bei welchem sich die Organisation aus dem Inneren transformiert. Die ersten Impulse für die Notwendigkeit der digitalen Transformation stammen aus dem Management. Alle Mitarbeiter des Unternehmens widmen sich dieser Aufgabe mit höchster Priorität und orientieren sich an der vorgegebenen Vision. In einer Abteilung entstehen digitale Initiativen, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Die abteilungsübergreifende Vernetzung sorgt dafür, dass andere Abteilungen eigene Ideen einbringen und die ersten Innovationen weiterentwickeln. Das Geschäftsmodell lässt sich insbesondere in Organisationen mit autonomen Einheiten mit dem Managementmodell Digital Kokon weiterentwickeln.

Übernahme

Dieses Managementmodell beschreibt eine aggressive Vorgehensweise, um die digitale Transformation voranzutreiben. Eine Organisation kauft sich ein digitales Start-up, um das vorhandene Geschäftsmodell schneller zu digitalisieren. Wenn sich alte Unternehmen bereits im Rückstand zu Konkurrenten befinden, muss es häufig schnell gehen. Das Management entscheidet sich für die Übernahme von Start-ups, die jugendlich, frisch und digital agieren. Fusionen und Übernahmen können unvorhersehbare Ergebnisse verursachen. Die Führungskräfte sollten im Voraus genau prüfen, welche externen und internen Faktoren die Transformation durch Übernahmen begünstigen oder hemmen.

Organisierter Kannibalismus

Der organisierte Kannibalismus zerstört konstruktiv das bestehende Unternehmen, um aus der Asche der alten Organisation einen digitalen Phönix aufsteigen zu lassen. Interne Teams reagieren schnell auf externe Bedrohungen, die das vorhandene Geschäftsmodell zerstören könnten. Folglich geht es darum, zeitnah digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, innovative Angebote zu kreieren und sich selbst als modernen Wettbewerber darzustellen.

 

Die digitale Transformation beschreibt den Wechsel eines Geschäftsmodells. Von einem analogen Geschäftsmodell werden Organisationen in digitale Geschäftsmodelle transferiert.

Gibt es ein Ende der digitalen Transformation?

Doch wann sind Organisationen am Ende der digitalen Transformation angelangt? Hier gibt es für Führungskräfte, Unternehmer und das Management eine schlechte Nachricht: ein Ende der digitalen Transformation gibt es nicht. Kontinuierliche Verbesserungen gehören zu den Erfolgsfaktoren für jedes Geschäftsmodell in der heutigen Zeit. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess KVP stammt aus der Produktion und zielt darauf ab, die dortigen Prozesse zu optimieren, die Qualität zu steigern und Fehlproduktion zu vermeiden. Im digitalen Zeitalter ist die kontinuierliche Verbesserung Aufgabe aller Abteilungen eines Unternehmens. Die Verantwortlichen müssen jederzeit das Bestehende zur Diskussion stellen und Prozesse immer dann anpassen, wenn Verbesserungspotential identifiziert wird. Die Optimierung von digitalen Prozessen ist deutlich einfacher, als analoge Strukturen zu verbessern. Wenige Klicks und eine E-Mail genügen, um einen Prozess zu modifizieren. Zudem ermöglichen die digitalen Daten eine ständige Evaluierung der Prozesse und Messung der Effizienz. Jede Organisation hat kontinuierlich die Aufgabe, Prozesse effizienter zu gestalten und Kosten zu senken. Ebenfalls sind eine Steigerung der Qualität und Sicherstellung der Kundenzufriedenheit oberste Ziele, wenn es um die ständige Verbesserung der Prozesse und Etablierung einer Innovationskultur geht. Die nicht endende Digitalisierung bietet kontinuierlich Chancen und Risiken, denen sich die Führungskräfte bewusst sein sollten, wenn ein langfristiger Wettbewerbsvorteil durch digitale Transformation gewünscht ist.

Fazit - digitale Transformation als Basis für zukünftigen Erfolg

Die digitale Transformation beschreibt den Prozess einer digitalen Veränderung im Unternehmen. Auf verschiedenen Dimensionen finden Veränderungsprozesse statt, die das Unternehmen als Ganzes wandeln und digitale Geschäftsmodelle entstehen lassen. Für ein fundiertes Verständnis von der digitalen Transformation ist die strikte Trennung zwischen Digitalisierung und digitaler Transformation erforderlich. Digitale Veränderungen sind weitaus mehr als die Digitalisierung. Zusätzlich sind Agilität und Innovationen erforderlich, um das Unternehmen gezielt zu wandeln. Damit die Umwandlung und Anpassung an moderne Gegebenheiten erfolgreich ist, sollten begünstigende Bedingungen herrschen. Dazu gehören die technische Infrastruktur, eine gezielte Kommunikation, das Vorhandensein von Unternehmenszweck und übergeordneter Vision sowie digitale Kompetenzen. Auf der anderen Seite können eine mangelnde Kommunikation, unklare Verantwortlichkeiten oder die Nutzung traditioneller Projektmanagement-Tools den Erfolg der digitalen Transformation riskieren. Sofern die digitale Transformation erfolgreich verläuft, profitieren die Organisationen von mehr Effizienz, Wettbewerbsfähigkeit, weiteres Wachstum, eine verbesserte Außendarstellung und eine moderne Unternehmenskultur. Ein digital Business ist für viele Führungskräfte heutzutage die einzige Möglichkeit, langfristig profitabel zu wirtschaften und gegenüber der Konkurrenz zu bestehen. Dabei sind Verbesserungen kontinuierlich erforderlich - schließlich endet die digitale Transformation nie. Die E-Mail war Gestern, digitalen Geschäftsmodellen gehört die Zukunft!

FAQ - häufige Fragen und Antworten

Wie lässt sich die Zuständigkeit für digitale Transformation regeln?

Eine digitale Strategie zielt auf die Definition von Technologie und Umsetzung in der Organisation ab. Einer der Erfolgsfaktoren ist die klare Regelung von Zuständigkeiten. Dies ist beispielsweise möglich, indem die Organisation einen Chief Digital Officer benennt. Starbucks hat eine derartige Führungsposition geschaffen, um die digitale Transformation voranzutreiben.

Wann liegt eine digitale Disruption vor?

Die digitale Transformation beschreibt einen Prozess, digitale Geschäftsmodelle erfolgreich zu adaptieren. Eine digitale Disruption liegt immer dann vor, wenn die Veränderungen plötzlich eintreten. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein neuer Wettbewerber in einen bestehenden Markt eintritt. Mit der Digitalisierung der Musikbranche konnten Nutzer ihre Lieblingssongs auf USB-Sticks speichern. Eine disruptive Entwicklung war der Markteintritt von Spotify, mit welchem die Speicherung im MP3-Format beim User nicht länger notwendig ist und das Musik-Streaming etabliert wurde.

Warum erfolgt die digitale Transformation rasant?

Die Grundlage für jede digitale Transformation ist die digitale Technologie, die immer schneller entwickelt wird. Auf Basis der neuartigen Technologie lassen sich weitere Adaptionen und Innovationen vornehmen. Wechselwirkungseffekte und Synergien entstehen, die das Tempo von Digitalisierung und digitaler Transformation beschleunigen.

Was sind Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation?

Die drei Eckpfeiler der digitalen Transformation können den Verantwortlichen eine grobe Struktur geben, den Wandel des Unternehmens voranzutreiben. Allerdings sind Existenz von Digitalisierung, Innovation und Agilität nur ein grober Leitfaden beim tiefgreifenden Umbruch. Wenn Unternehmensberatungen und Co. kommunizieren, dass universelle Modelle zur Umsetzung existieren, ist dies nicht zu 100 % richtig. Zumindest in der praktischen Umsetzung geraten derartige Vorgehensmodelle schnell an ihre Grenzen. Branchen, Organisationen und Geschäftsmodelle sind immer etwas Einzigartiges, sodass eine individuelle Betrachtung und Umsetzung unabdingbar sind. Nichtsdestotrotz lassen sich Erfolgsfaktoren einer digitalen Transformation identifizieren, dessen Vorliegen die Erfolgschancen des digitalen Wandels erhöhen können - um nicht mehr, aber auch nicht weniger, handelt es sich bei der nachfolgenden Darstellung.

Commitment des Managements

Das Commitment des Managements hat großen Einfluss auf einen erfolgreichen digitalen Wandel. Die Führung der gesamten Organisation entscheidet über Erfolg und Misserfolg in Veränderungsprozessen. Die Verantwortlichen sollten den Umbruch proaktiv begleiten und ihre eigenen Zusagen einhalten. Nicht nur Mitarbeiter, die am Change Management beteiligt sind, haben eine wichtige Aufgabe. Das Gleiche gilt für das gesamte Management, das Verpflichtungen eingeht und die Zusagen einhalten muss. Zudem sollten sich die Führungskräfte beim Commitment im Führungsverhalten ständig selbst überprüfen. Erfahrungsgemäß existieren Diskrepanzen zwischen der eigenen, tendenziell positiven Selbstwahrnehmung und der viel kritischeren Fremdwahrnehmung. In Bezug auf die Commitments kann dies dazu führen, dass die Mitarbeiter das Vertrauen verlieren. Öffentliche Commitments in einer Organisation können die Umsetzung begünstigen, da der Druck in der Organisation steigt - stets unter der Prämisse, dass es sich um Commitments handelt, die Sie sich leisten können.

 

Ausgeglichene Investitionen

Viele Unternehmer machen den Fehler, alles auf eine Karte zu setzen. Die unternehmerischen Ressourcen werden in die Digitalisierung des Unternehmens gesteckt, um dieses digital zu profilieren. Allerdings haben Sie gelernt, dass es sich bei der digitalen Transformation um einen Prozess handelt, der weitaus mehr als Digitalisierung ist. Innovation und Agilität gehen in diesem Fall verloren. Die Verantwortlichen sollten somit den Einzelfall prüfen und ausgewogen in alle Bestandteile des digitalen Wandels investieren. Nur mit der gezielten Digitalisierung, evolutionären oder radikalen Innovationen sowie agilen Prozessen lässt sich der Wandel vom Geschäftsmodell der Vergangenheit zum Geschäftsmodell der Zukunft bestreiten.

Unternehmenszweck modifizieren

Der Unternehmenszweck ist der Leitfaden für alles Handeln in einer Organisation. Am definierten Zweck des Unternehmens beginnt die Erarbeitung von Unternehmensstrategie und der darauffolgenden Umsetzung von Maßnahmen. Mit dem digitalen Umbruch verändert sich der Purpose einer Organisation. Neue Geschäftsmodelle und die Verwendung von Technologie rücken die alte Organisation in weite Ferne, sodass die Verantwortlichen nach der digitalen Transformation nicht selten der Auffassung sind, es handelt sich um einen gänzlich neuen Konzern. Der Veränderungsprozess sollte ganzheitlich erfolgen - den Anfang macht der Unternehmenszweck, den die Führungskräfte modifizieren und umdenken, um den digitalen Wandel anzustoßen und proaktiv zu begleiten.

Zielsetzung kommunizieren

Die Kommunikation der Zielsetzung des digitalen Wandels bietet verschiedene Vorteile. Zum einen erhöht die aktive Kommunikation die Verbindlichkeit der Veränderung. Die Führungskräfte haben in einer Organisation erkannt, dass die Erneuerung unausweichlich ist und geben nun den Startschuss. Zum anderen hilft die Interaktion mit Mitarbeitern, diese auf dem langen Weg vom alten Geschäftsmodell zum neuen Unternehmen mitzunehmen. Führungskräfte kommunizieren bestenfalls eindeutig, was die Ziele der Veränderungen sind. Schließlich stehen viele Mitarbeiter Erneuerungen kritisch gegenüber und befürchten den Verlust der eigenen Position. Dennoch macht es Sinn, den Betroffenen aufzuzeigen, dass der Umbruch alternativlos und der aktuelle Status quo deutlich gefährlicher ist. In der aktuellen Situation existiert Druck für das Geschäftsmodell: viele Unternehmen müssen die Margen erhöhen, um weiter profitabel zu wirtschaften. Die digitale Neuerung soll diesen Margendruck verhindern und vielmehr neue Geschäftsfelder erschließen, um dauerhaft zu wachsen. Während im analogen Geschäftsmodell Wachstumsbarrieren existierten, können Organisationen nach dem digitalen Umbruch in neue Sphären aufbrechen.

Customer Journey in den Mittelpunkt

Der Kunde ist König - dieser etwas altbackende Glaubenssatz entfaltet auch in der Zeit von Technologie seine Bedeutung. Die Veränderungsprozesse sollten aus Kundenperspektive durchgedacht werden, um diesem eine einzigartige Customer Journey zu schaffen, die unterschiedliche digitale Touchpoints zum Unternehmen bietet. Das neue Geschäftsmodell kann mit Big Data und Künstlicher Intelligenz an allen Touchpoints mit dem Kunden interagieren, um diesen von neuen Produkten und innovativen Dienstleistungen zu überzeugen. Die Customer Journey schafft eine unique Experience und kann zugleich den Wettbewerbsvorteil der Organisation sichern.

Digitale Infrastruktur bereitstellen

Ohne digitale Infrastruktur gelingt keine ganzheitliche Veränderung in einer Organisation. Die Digitalisierung ist nicht alles, doch ohne Digitalisierung ist die Transformation nichts - so oder so ähnlich lässt sich der Stellenwert der digitalen Infrastruktur als notwenige, aber nicht hinreichende, Bedingung für ganzheitliche Veränderungen und einer digitalen Transformation beschreiben. Investitionen in die digitale Infrastruktur sind alternativlos, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und besonders zu etablieren. Mit einer digitalen Einheit und den technischen Voraussetzungen erhöhen die Verantwortlichen ihre Zukunftsfähigkeit - ein entscheidender Schritt nach vorn.

Vernetzung und Akzeptanz erzeugen

Ebenfalls zu den fördernden Faktoren eines digitalen Wandels gehören die Vernetzung in einer Organisation und die Erhöhung der Akzeptanz. Die Führungskräfte sollten die Vernetzung über Abteilungen hinweg fördern, damit sich die einzelnen Unternehmensabteilungen gezielt ergänzen können. Zudem zielen digitale Veränderungen und Innovationen häufig lediglich auf einen Teilbereich der Organisation ab. Die Vernetzung der Abteilungen fördert die Verbindung von altem Geschäftsmodell und neuen Denkansätzen, um als Ganzes weiter zu wachsen und dem Konkurrenzdruck zu entfliehen. Der Anspruch digital transformierter Organisationen ist es nicht zwangsläufig, besser als die Konkurrenz zu sein - vielmehr sollen tiefgreifende Veränderungen dafür sorgen, anders als die Konkurrenz zu sein. Dem Konkurrenzdruck entfliehen durch die Entwicklung eines vollständig neuen Geschäftsmodells - dies ist der Anspruch der digitalen Transformationsprozesse. Darüber hinaus ist die Akzeptanz der Mitarbeiter entscheidend, da diese die Veränderungsprozesse kontinuierlich begleiten. Störfeuer können entstehen, wenn Mitarbeiter den Veränderungen skeptisch gegenüberstehen und den Status quo erhalten wollen. Kommunikation, Einbindung und gute Argumentation können die Akzeptanz für das Change Management signifikant erhöhen.

Digitale Kompetenz schaffen

Digitale Kompetenzen sind das A und O, um den digitalen Unternehmenswandel proaktiv zu begleiten. Die Mitarbeiter sind die Basis des Erfolgs der meisten Geschäftsmodelle - wenn diese in der Vergangenheit analog umgesetzt und das traditionelle Produkt angepriesen haben, bedeutet die digitale Umstellung eine Zäsur im bisherigen Arbeitsleben. Um Mitarbeiter auf dem langen Weg mitzunehmen und innere Kündigungen zu verhindern, sind digitale Kompetenzen grundlegend. Die Organisationen müssen darauf achten, den Mitarbeitern digitale Kompetenzen zu vermitteln oder bei der Personalsuche auf diese Faktoren achten. Eine wichtige Digitalkompetenz ist die Agilität, um Prozesse schneller voranzutreiben. Zudem sollten die Betroffenen keine Angst vor Veränderungen haben und den Entwicklungen offen gegenüber sehen. Teamfähigkeit, IT-Know-how und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen prägen den Mitarbeiter, der digitale Transformationen proaktiv begleitet. Mit Blick auf die Halbwertszeit von Wissen und Know-how ist insbesondere der letztgenannte Punkt entscheidend - spannende Entwicklungen und Selbstreflexion sorgen für eine ständige Weiterentwicklung, die Mitarbeiter in einer digitalen Transformation unentbehrlich macht.

 

Digitale Kompetenzen sind das A und O, um den digitalen Unternehmenswandel proaktiv zu begleiten

Was bringt die digitale Transformation?

Für die digitale Transformation und die zunehmende Verwendung digitaler Technologie gibt es gute Gründe. Doch warum sollten Sie vermehrt auf Software, Künstliche Intelligenz und Automatisierung in den Organisationsprozessen setzen, um digitale Geschäftsmodelle für die Kunden zu schaffen? Im Folgenden finden Sie einen Überblick, was die digitale Transformation für Vorteile bietet.

Kundenbindung

Digitale Transformation kann die Kundenbindung erhöhen. Mit Software, digitaler Infrastruktur und modernen Kommunikationskanälen können Organisationen ihren Kunden - bestehend und potenziell - auf Augenhöhe begegnen. Die Customer Journey kann vom ersten Kontakt mit dem Unternehmen bis zur regelmäßigen Kundenbetreuung Zufriedenheit generieren. Heutzutage erfolgt dank ständiger Verfügbarkeit von Smartphone und Co. die Customer Journey überwiegend digital. Bei einer hochwertigen und einzigartigen Customer Experience ist Kundenzufriedenheit garantiert.

Innovation

Digitale Geschäftsmodelle erfordern Innovationen. Wie Sie gelernt haben, ist die Innovation ein Eckpfeiler der digitalen Transformation. Folglich bietet diese zugleich den Vorteil, dass Innovationen endlich umgesetzt und gefördert werden. Viele Organisationen stehen innovativen Entwicklungen kritisch gegenüber und halten von Veränderungen nur wenig. Digitale Geschäftsmodelle, disruptive Technologien und eine verbesserte Wertschöpfung sind Folge von Innovation.

Wachstum

Traditionelle Branchen und alteingesessene Geschäftsmodelle befinden sich oftmals in weiter Ferne von Umsatz- und Gewinnwachstum. Digitale Geschäftsmodelle bieten erfahrungsgemäß höhere Margen und können zudem neue Kundengruppen erschließen. Die Skalierung eines Geschäftsmodells fördert das Wachstum, sodass Organisationen ihre bisherigen Grenzen überwinden können. Innovation und Digitalisierung revolutionieren die aktuelle Wertschöpfung und generieren Chancen in neuen Geschäftsbereichen.

Unternehmenskultur

Die Umsetzung digitaler Veränderungsprozesse und die vertrauensvolle Kommunikation zwischen Führungsebene und betroffenen Mitarbeitern kann sich positiv auf die Unternehmenskultur auswirken. Die Zusammenarbeit bei der digitalen Transformation kann eine Vertrauenskultur etablieren, die alle Beteiligten langfristig voranbringt. Transparenz innerhalb der Organisation und die Fähigkeit zur Selbstorganisation sind weitere Benefits, die mittelbar auf die digitale Transformation folgen.

Wettbewerbsvorteile

Agile und innovative Methoden verändern das Kerngeschäft. Wenn Organisationen ein funktionierendes Geschäftsmodell haben, kann die digitale Transformation den Wettbewerbsvorteil sichern. Veränderungen erfolgen heutzutage rasant. Frei nach dem Motto "Stillstand ist Rückschritt" bedarf es schneller Veränderungsprozesse, um die Schlagkraft zu erhöhen und eine operative Exzellenz zu etablieren.

Außendarstellung

Die digitale Transformation kann die Außendarstellung einer Organisation verbessern. Für Mitarbeiter und Kunden ist es positiv, wenn sich die Organisation mit ihrem Angebot digital und modern ausrichtet. Ein digitales Geschäftsmodell erhöht die Anziehungskraft für potenzielle Mitarbeiter - in Zeiten des Fachkräftemangels eine Fähigkeit, die von herausragender Bedeutung ist. Darüber hinaus kann das Marketing die Organisation als zukunftsfähigen, zeitgemäßen und offenen Player im Marktumfeld positionieren. Auf diese Art und Weise entsteht ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz, die statt Kunden-Community wohlmöglich noch ausschließlich auf E-Mail-Marketing setzt.

Effiziente Prozesse

Die Verknüpfung von Unternehmensstrukturen, vorhandenen Organisationsprozessen und moderner Software kann einen reibungslosen Ablauf sicherstellen. Automatisierung, Künstliche Intelligenz oder ein digital Business helfen bei der Neuausrichtung der Organisationsstrukturen und unternehmerischen Prozesse. Die ständige Messung der Effizienz und die darauf basierende Optimierung zielen auf eine kontinuierliche Verbesserung ab.

Woher stammt die digitale Transformation?​

Die digitale Transformation ist keine Erscheinung des 21. Jahrhunderts. Obgleich die Erneuerung in den letzten Jahren eine rasante Geschwindigkeit annimmt und teilweise disruptive Veränderungen verursacht, sind die Anfänge der digitalen Transformation im Jahr 1969 zu verorten. Damals entwickelte das US-Verteidigungsministerium gemeinsam mit einigen amerikanischen Elite-Universitäten das Arpanet, das als Vorläufer des Internets fungierte. Zunächst sollte das Arpanet die Kommunikation der verschiedenen Forschungseinrichtungen vereinfachen - rückblickend war dies der Start in das digitale Informationszeitalter.

 

Die Digitalisierung und digitale Transformation gewannen an Geschwindigkeit, als das US-amerikanische Technologieunternehmen IBM den ersten Heimcomputer vorstellte. 1981 präsentierten die Verantwortlichen den ersten Computer, der sich für alle Menschen zur privaten Nutzung eignete. Seitdem schreitet die digitale Transformation von Arbeitswelt und Privatleben immer weiter voran. Der Ausbau des Internets, die Entwicklung von Mikrochips und die zunehmende Automatisierung sind nur einige Merkmale, die prägend für den digitalen Umbruch sind. Im 21. Jahrhundert sind die Auswirkungen digitaler Technologie auf das Arbeitsleben derart gravierend, dass diese als vierte industrielle Revolution oder industrielle Revolution 4.0 bezeichnet werden.

Warum ist digitale Neuerung für Unternehmen wichtig?

In der heutigen Zeit ist die Umstellung auf digitale Technologie unausweichlich. Ohne digitale Transformation geht die Wettbewerbsfähigkeit zeitnah verloren. Die heute existenten Organisationen könnten in naher Zukunft nicht mehr existieren. Wachstumsgrenzen sind bereits erreicht und mit sinkender Profitabilität droht das Scheitern der Geschäftsmodelle. Darüber hinaus sinkt die Halbwertszeit der Kompetenzen in der heutigen Zeit von 30 Jahre auf weniger als fünf Jahre. Betriebe und Mitarbeiter müssen sich gleichermaßen neu ausrichten, da andernfalls jedweder Wettbewerbsvorteil verloren geht. Die Kunden der Unternehmen formulieren kontinuierlich höhere Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen. Diese beziehen sich auf Transparenz, Service, Qualität, Geschwindigkeit und Einfachheit - ohne digitale Geschäftsmodelle geraten die Unternehmen an ihre Grenzen, sodass der digitale Umbruch unausweichlich ist.

Die Veränderungen treten mit höherer Dynamik ein, sodass Wissen schneller veraltet. Die Wertschöpfung in den Betrieben verändert sich infolge digitaler Technologie und Geschäftsmodelle. Beispielsweise gehören die Plattformunternehmen wie Facebook, Amazon oder Netflix heute zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Für die Konkurrenz bedeutet dies einen veränderten Wettbewerb, der mit einem hohen Margendruck einhergeht. Wer die digitale Transformation erfolgreich einleitet, kann sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Sofern die jeweilige Technologie nicht von Erfolg gekrönt ist, steht die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spiel.

 

Was sind die drei Eckpfeiler der digitalen Transformation?

Digitale Transformation ist mehr als Digitalisierung - das haben wir bereits festgestellt. Drei Eckpfeiler charakterisieren jedweden Veränderungsprozess im Zuge einer digitalen Transformation, um die eigene Organisation erfolgreich in eine digitale Zukunft zu führen und eine langfristige Strategie zu erarbeiten:
 

  1.  Digitalisierung des Geschäftsmodells

  2.  Digitale Innovationen

  3.  Agile Entwicklung der Organisation


Digitalisierung

Diese beschreibt die Umwandlung von analogen Abläufen in einer Organisation in die automatisierte bzw. digitale Variante. Dabei findet dieser Prozess auf zwei unterschiedlichen Ebenen statt. Zum einen werden Prozesse sowie Abläufe mittels digitaler Technologie modernisiert, zum anderen gilt das Gleiche für die Interaktion mit den Kunden. Die Verantwortlichen erhöhen die Effizienz des aktuellen Geschäftsmodells und gestalten die Entwicklung zeitgemäß. Dadurch können Fehler reduziert und Ressourcen eingespart werden. Bevor die digitale Transformation des Geschäftsmodells stattfindet, ist die Digitalisierung unausweichlich. Der Stellenwert der Digitalisierung ist immens - ohne moderne Software, digitale Services, innovative Abläufe und Verständnis für alles Digitale scheint eine Umwandlung des eigenen Unternehmens und Geschäftsmodells nicht möglich. Dennoch machen viele Organisationen einen entscheidenden Fehler, wenn es um die Digitalisierung geht. Diese ist eine Notwendigkeit auf dem Weg zur digitalen Transformation. Es genügt nicht, einzelne Unternehmensprozesse und Bestandteile im Unternehmensalltag zu digitalisieren, um die gesamte Organisation zu transformieren. Vielmehr bedarf es weiterer Schritte, um das heutige Geschäftsmodell zukunftsgemäß auszurichten.

Innovation

Der zweite Eckpfeiler der digitalen Transformation ist die Innovation. Für ein erfolgreiches Digital Business bzw. die Transformation sind Innovationen zwingend erforderlich. Damit können die Verantwortlichen innovative Services digitaler Natur kreieren, neue Produkte schaffen, abweichende Geschäftsmodelle adaptieren und die Wertschöpfung modernisieren. Die Innovationen müssen evolutionär oder radikal sein, um das bestehende Geschäftsmodell nachhaltig zu verändern. Diese Erneuerungen sind die Basis für zukünftiges Wachstum und verschaffen einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um die Kunden.

Eine Unterteilung der Innovationen erfolgt in evolutionär und radikal. Evolutionäre Veränderungen setzen an den bestehenden Beziehungen zu den Kunden oder der Marktposition an, um die vorhandenen Potenziale gezielt zu nutzen. Neue digitale Services werden implementiert, um das Geschäftsmodell zu erneuern und die Evolution zum erfolgreichen, zukunftsfähigen Akteur zu bewältigen. Demgegenüber ist es nur schwer möglich, radikale Innovationen in den vorhandenen Unternehmensstrukturen zu entwickeln. Fehlender Mut und mangelnde Konsequenz führen dazu, dass nur wenige Organisationen disruptive Neuerungen in einem bestehenden Geschäftsmodell entwickeln. Neue Player im Marktumfeld und Start-ups haben einen beträchtlichen Vorteil, sodass Unternehmen die digitale Transformation fördern, indem es Übernahmen und Unternehmenskäufe gibt.

Agilität

 

Doch Digitalisierung und Innovationen genügen nicht, um die Organisation in ein neues Zeitalter zu transferieren und mithilfe von Technologie wettbewerbsfähig zu bleiben. Agilität gehört zu den weiteren Voraussetzungen für die Umsetzung einer digitalen Transformation. Dabei handelt es sich um die Fähigkeit der Organisation, das Geschäftsmodell in kürzester Zeit an sich wandelnde Anforderungen von Kunden und Markt sowie existente Chancen anzupassen. Dies impliziert die Auswahl von geeigneten Methoden, um Mitarbeiter zu führen und professionell zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus kommt es im Zuge der agilen Organisation auf die Einstellung der Mitarbeiter an, da diese letztendlich auf Veränderungen im Markt reagieren und Chancen identifizieren können. Bestehende Geschäftsmodelle sind darin geübt, vorhandene Prozesse effizient durchzuführen und das Altbekannte alltäglich umzusetzen - die strukturelle Organisation ist häufig bürokratisch und verschwendet Ressourcen. Es mangelt an einer abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit, um die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und das Unternehmenspotential gezielt zu nutzen. In einer agilen Organisation sieht dies anders aus, da hier die strukturellen Voraussetzungen existieren, den digitalen Umbruch voranzutreiben. Agiles Denken und eine Unternehmenskultur der Innovation prägen den Weg vom analogen Geschäftsmodell zum digitalen Zukunftsplayer.

Definition: Was ist die digitale Transformation?​

Der Begriff Transformation stammt aus dem Lateinischen. Die "Transformatio" beschreibt eine Umformung oder Umwandlung. Grundsätzlich steht die digitale Transformation für eine fortlaufende Erneuerung der Gesellschaft und des heutigen Lebens. Diese Veränderungsprozesse werden auch als digitale Revolution bezeichnet. Im Mittelpunkt stehen digitale Technologien, die das alltägliche Verhalten der Verbraucher im Bereich Informationsbeschaffung und Konsum nachhaltig verändern. Die veränderten Bedürfnisse und Erwartungen wirken sich auch auf die Unternehmen aus. Diese müssen den Zugang zum Kunden modifizieren und digitale Geschäftsmodelle entwickeln, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Sofern die Veränderungen plötzlich eintreten, handelt es sich um eine disruptive Erneuerung, die in den meisten Fällen faktisch unumkehrbar ist.

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